Prüfgewichte müssen je nach Nutzungshäufigkeit in regelmäßigen Abständen rekalibriert werden.
Justieren:
Beim Justieren einer Waage findet ein Eingriff in das Messsystem statt, bei dem die Anzeige auf den korrekten Kennwert eingestellt wird.
Kalibrieren
Beim Kalibrieren wird geprüft, ob die Anzeige richtig ist und eine etwaige Abweichung dokumentiert. Es findet somit kein Eingriff statt.
Die international gültige Richtlinie OIML R 111-1:2004 gliedert die Prüfgewichte hierarchisch in Genauigkeitsklassen, wobei E1 die genaueste und M3 die am wenigsten genaue Gewichtsklasse ist.
Wir unterscheiden folgende Klassen: E1, E2, F1, F2, M1, M2, M3
E1
Prüfgewichte für Kunden mit hohem Sicherheitsbedürfnis und allerhöchsten Ansprüchen. Für hochauflösende Waagen mit d > 1.000.000
E2
Genaueste Prüfgewichte für hochauflösende Analysenwaagen der Eichklasse I ≥ 100.000 e
F1
Prüfgewichte für Analysenwaagen/Präzisionswaagen der Eichklasse I/II ≤ 100.000 e
F2
Prüfgewichte für Präzisionswaagen der Eichklasse II ≤ 30.000 e
M1
Prüfgewichte für Industrie- und Handelswaagen der Eichklasse III ≤ 10.000 e
Prüfgewichte müssen je nach Nutzungshäufigkeit in regelmäßigen Abständen rekalibriert werden. Nur so ist sichergestellt, dass sie den Anforderungen einer zuverlässig funktionierenden Prüfmittelüberwachung standhalten.
Rekalibrierungsfristen sind abhängig von der Benutzungshäufigkeit, den Einsatzbedingungen und dem Sicherheitsbedürfnis des Anwenders.
Von Seiten der Norm ist kein bestimmtes Rekalibrierungsintervall festgelegt. Es wird empfohlen die Prüfgewichte bei intensiver Nutzung alle 6 Monate, bei normaler Nutzung alle 12 Monate rekalibrieren zu lassen.
Erst durch den Nachweis seiner Richtigkeit (Kalibrierzertifikat) wird das Prüfgewicht zum ISO-konformen Prüfmittel.
Wir bieten zu den Prüfgewichten auch den passenden Kalibrierschein (bzw. Eichschein) an. Wir übernehmen auch Prüfgewichte zur Re-Kalibrierung bzw. Nach-Eichung.